Kollektion: Projektkaffees

Unsere Projektkaffees stehen für fairen Handel, direkte Partnerschaften und nachhaltigen Anbau – von der Plantage bis in deine Tasse. Aktuell im Sortiment: Kaffees aus El Salvador aus dem Coffee School Project in Buenos Aires. Jede Packung unterstützt konkrete Arbeit vor Ort und faire Löhne für die Farmer.

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  • El Salvador - Coffee School Project
    El Salvador - Coffee School Project
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Unsere Qualitätsstandards

Projektkaffee aus El Salvador - das Wildkaffee Coffee School Project

Beginnen wir mit unserem Pilotprojekt: dem Coffee School Project in Buenos Aires, El Salvador, das wir 2022 gemeinsam mit Farmer und Coffee Producer Rodolfo Ruffatti ins Leben gerufen haben. Mit diesem Projekt möchten wir dazu beitragen, El Salvador als ehemalige Hochburg für Specialty Coffee wieder zu stärken und langfristig neue Perspektiven für den nachhaltigen Kaffeeanbau zu schaffen.

Die Region bietet ideale Voraussetzungen für den Anbau hochwertiger Arabica-Kaffees. Dennoch kam der Kaffeehandel und -anbau in den vergangenen Jahren nahezu zum Erliegen. Ursachen dafür waren unter anderem zweifelhafte Handelsstrukturen, der Befall durch Blattrost sowie die hohe Kriminalitätsrate, wodurch sich viele Farmer vom Kaffeeanbau abgewendet haben - Zurück blieben zahlreiche verlassene Kaffeeplantagen. Obwohl Böden, Klima und natürliche Bedingungen weiterhin hervorragend für den Anbau außergewöhnlicher Specialty Coffees aus El Salvador geeignet sind. Genau hier setzt unser Coffee School Project an.

Mit unseren Projektkaffees möchten wir diese Entwicklung aktiv verändern. Durch gezielte Schulungen zu ertragreicherer Kultivierung, neuen Varietäten, modernen Anbau- und Aufbereitungstechniken, Organic Farming sowie professioneller Ernte und Verarbeitung schaffen wir gemeinsam mit den Farmern vor Ort neue wirtschaftliche Perspektiven.

Dafür haben wir eine eigene Plantage erworben, die als Schulungs- und Demonstrationsfarm dient. Zusätzlich unterstützen wir die umliegenden Farmer auf einer zentralen Aufbereitungsstation (Mill) bei der Verarbeitung der Kaffeekirschen sowie bei der Vorbereitung für den Export.

Bereits heute konnten wir gemeinsam mit den beteiligten Farmern mehrere Hektar ehemaliger Kaffeeplantagen reaktivieren und damit einen wichtigen Schritt für die Zukunft von nachhaltigem Specialty Coffee aus El Salvador gehen.

Projektkaffee aus Rwanda - das Community Coffee Rwanda Projekt

Ein weiteres nachhaltiges Kaffeeprojekt ist das Community Coffee Rwanda Project (CCR). Specialty Coffee aus Rwanda zählt zu den spannendendsten Kaffees Ostafrikas. Gleichzeitig stehen viele Kleinbauern vor großen Herausforderungen: Zahlreiche ältere Farmer konnten die intensive Pflege ihrer Kaffeepflanzen über die Jahre - auch altersbedingt - nicht mehr in dem Maß fortführen, das für die Produktion hochwertiger Specialty Coffees notwendig ist.

Zusätzlich waren die Bedingungen für die Weiterverarbeitung, also die Aufbereitung und Vorbereitung des Kaffees für den Export, vielerorts nicht ideal. Genau diese Probleme erkannte der US-Amerikaner Eric Wright, der 2017 die Kooperative Community Coffee Rwanda gründete. Zunächst pachtete er eine Washing Station und investierte anschließend in ein Gebiet, in dem zuvor noch kein Kaffee kultiviert wurde.

Anfangs begegneten ihm viele Einheimische mit Skepsis. Eric ließ sich davon jedoch nicht beirren und pachtete eine zweite Washing Station. Die zentral gelegenen Aufbereitungsstationen ermöglichen es den umliegenden Kleinbauern, ihren Kaffee professionell verarbeiten zu lassen und gleichzeitig von Erics langjähriger Erfahrung im Anbau und in der Aufbereitung von Specialty Coffee zu profitieren.

Den Farmern fehlten oft nicht die Motivation, sondern vor allem die finanziellen Mittel sowie das Wissen über moderne Anbau- und Pflegemethoden für hochwertigen Specialty Coffee aus Rwanda. Heute legt Eric einen besonderen Fokus auf Organic Farming und den nachhaltigen Aufbau der Kooperative.

Inzwischen ist aus dem ursprünglichen Projekt eine stetig wachsende Gemeinschaft entstanden, die heute mehr als 800 Farmer und Manager umfasst und damit einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Entwicklung von nachhaltigem Kaffeeanbau in Rwanda leistet.

Wie unterstützt der Kauf eines Projektkaffees das Kaffeeprojekt im Ursprungsland?

Mit jeder Packung Wildkaffee Projektkaffee unterstützt du direkt das jeweilige Kaffeeprojekt im Ursprungsland. Doch wie funktioniert das konkret?

Früher war es in vielen Anbauregionen üblich, dass Farmer ihren Kaffee lediglich zu Börsenpreisen über Zwischenhändler oder an den Exporthäfen verkauften. Für die Produzenten blieb dadurch oft nur ein sehr geringer Teil der tatsächlichen Wertschöpfung übrig.

Durch unsere Projektkaffees und den direkten Handel mit den Röstern (Direct Trade) unterstützen wir die Farmer nicht nur beim Export, sondern auch bei der Preisbildung und Vermarktung ihrer Kaffees. Ziel ist es, dass ein deutlich größerer Anteil des Verkaufspreises bei den Produzenten verbleibt. Das ermöglicht faire Löhne, mehr Planungssicherheit und eine spürbare Verbesserung der Lebensqualität vor Ort.

Ein weiterer Teil der Einnahmen fließt direkt in die jeweiligen Projekte. Damit werden Schulungen, neue Anbaumethoden, nachhaltige Aufbereitungstechniken, Organic Farming sowie die Weiterentwicklung der Infrastruktur unterstützt. So entstehen langfristig mehr Wissen, größere Eigenständigkeit und bessere Zukunftsperspektiven für die beteiligten Farmer.

Unser Ziel ist eine enge und transparente Verbindung zwischen Farmer und Röster, von der beide Seiten profitieren: Die Produzenten erhalten faire Bezahlung und langfristige Perspektiven, während wir Zugang zu außergewöhnlicher Specialty-Coffee-Qualität erhalten. Genau diese partnerschaftliche Zusammenarbeit macht unsere Projektkaffees aus.

Motivation und die konkrete Hilfe hinter unseren Projektkaffees

Eine nachhaltige Zukunft, in der Farmer faire Chancen, stabile Einkommen und langfristige Perspektiven haben, ist ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit. Auf unseren regelmäßigen Reisen in die Kaffee-Ursprungsländer erleben wir nicht nur die Faszination von Specialty Coffee, sondern auch die Herausforderungen, mit denen viele Produzenten täglich konfrontiert sind. Dazu gehören problematische Umweltpraktiken, schwierige Arbeitsbedingungen, geringe Löhne und fehlende Zukunftsperspektiven für viele Familien im Kaffeeanbau.

Wir sind überzeugt, dass sich diese Strukturen nur durch langfristige Partnerschaften, Wissenstransfer und faire Handelsbeziehungen verändern lassen. Als Rösterei, die seit Jahren soziale und nachhaltige Grundsätze verfolgt, sehen wir es deshalb als unsere Verantwortung, konkrete Projekte zu unterstützen und gemeinsam mit den Produzenten nachhaltige Lösungen zu entwickeln. Gleichzeitig hoffen wir, dass diese Kaffeeprojekte auch andere Plantagen und Kooperativen inspirieren und damit zu einer schrittweisen positiven Entwicklung des Kaffeesektors beitragen.

Doch wie sieht diese Unterstützung konkret aus?

Für unser Coffee School Project in El Salvador war der erste Schritt die Auswahl einer lokalen Projektleitung. Da wir uns als Rösterei auf unseren Betrieb in Deutschland konzentrieren, braucht es vor Ort Menschen, die die Region, die Produzenten und die landwirtschaftlichen Herausforderungen genau kennen. Durch die langjährige freundschaftliche Zusammenarbeit mit dem salvadorianischen Farmer und Coffee Producer Rodolfo Ruffatti konnten wir einen erfahrenen Partner gewinnen, der sich intensiv mit Organic Farming, nachhaltigem Kaffeeanbau und den Besonderheiten der Region Buenos Aires auskennt.

Im nächsten Schritt suchten wir eine zentrale Plantage, die als Schulungs- und Demonstrationsfarm dienen kann. Direkt angeschlossen ist eine Aufbereitungsstation (Mill), in der der Kaffee verarbeitet und für den Export vorbereitet wird. Dort werden auch neue Aufbereitungsmethoden getestet und biologische Pflanzenschutzmittel auf Basis von Mikroorganismen hergestellt.

Die beteiligten Farmer können diese Prozesse unmittelbar miterleben, praktische Erfahrungen sammeln und das erlernte Wissen später eigenständig auf ihren eigenen Farmen anwenden. Ziel ist nicht kurzfristige Hilfe, sondern der Aufbau von Wissen, Selbstständigkeit und langfristiger wirtschaftlicher Stabilität.

Ein entscheidender Vorteil des Projekts sind zudem stabile Handelspartner aus Europa, die den Kaffee zu fairen und transparenten Bedingungen importieren. So entsteht Schritt für Schritt ein nachhaltigeres und gerechteres System, von dem nicht nur einzelne Farmer, sondern langfristig die gesamte Region profitieren kann.